Norm DIN EN ISO 11699-1
DIN EN ISO 11699-1:2012-01 „Zerstörungsfreie Prüfung – Industrielle Filme für die Durchstrahlungsprüfung – Teil 1: Klassifizierung von Filmsystemen" teilt Röntgenfilme für die industrielle Durchstrahlungsprüfung nach ihrer Bildgüte und Empfindlichkeit in sechs Klassen ein.
Filmklassen
| Klasse | Bezeichnung | Charakteristik | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| C1 | Sehr feinkörnig | Höchste Auflösung, niedrige Empfindlichkeit | Mikroschweißnähte, Feinst-RT |
| C2 | Feinkörnig | Hohe Auflösung, mittlere Empfindlichkeit | Klasse-B-Prüfungen, kritische Nähte |
| C3 | Mittelkörnig | Gute Auflösung, mittlere Empfindlichkeit | Standard-Schweißnahtprüfung |
| C4 | Mittelkörnig | Standardeigenschaften | Allgemeine Industrieprüfung |
| C5 | Grobkörnig | Höhere Empfindlichkeit, geringere Auflösung | Dicke Querschnitte, Gammastrahlung |
| C6 | Sehr grobkörnig | Höchste Empfindlichkeit | Schwere Sektionen, Co-60 |
Sensitometrische Kenngrößen
- Körnigkeit σD: Standardabweichung der Schwärzungsmessung; Maß für die Bildunruhe
- Gradient G: Steilheit der Schwärzungskurve; beeinflusst Kontrastauflösung
- Gradient/Körnigkeit (G/σD): Signal-Rausch-Verhältnis des Filmsystems
Anforderungen aus ISO 17636-1
Klasse B (hohe Bildgüte): Mindestens Filmklasse C4 bei Einsatz mit Verstärkungsfolien. Ohne Verstärkungsfolien: C5 oder besser bei Röntgenröhren. Klasse A (Standardbildgüte): C5 zulässig.
Teil 2: Kontrolle der Filmverarbeitung
DIN EN ISO 11699-2:2018 legt die Anforderungen an die Filmentwicklung (Chemie, Temperatur, Zeit, Agitation) und die Kontrolle des Entwicklungsprozesses mittels Sensitometrie fest.