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RT mit Speicherfolie (CR)

Die Computerradiographie (CR) verwendet wiederverwendbare Speicherleuchtstoffplatten, die das latente Röntgenbild durch laserstimulierte Lumineszenz auslesen und digitalisieren.

Computerradiographie (CR)

Die Computerradiographie (CR) ist ein digitales Röntgenverfahren, das auf Speicherleuchtstoffplatten (engl. Imaging Plates, IP) basiert. Es stellt eine Brücke zwischen klassischer Filmradiographie und vollständig digitaler DR-Technik dar und ermöglicht die Weiterverwendung konventioneller Röntgenanlagen bei gleichzeitig digitaler Bildauswertung.

Speicherleuchtstoffplatten – Aufbau und Funktion

Speicherleuchtstoffplatten bestehen aus einer flexiblen Trägerfolie, auf der eine photostimulierbare Leuchtstoffschicht aus Europium-dotiertem Bariumfluorobromid (BaFBr:Eu²⁺) aufgebracht ist. Beim Bestrahlen mit Röntgenstrahlung werden Elektronen im Kristallgitter in metastabilen Energiezuständen gespeichert (latentes Bild). Die gespeicherte Strahlungsenergie ist proportional zur lokal aufgenommenen Dosis.

Der Auslesevorgang

Die belichtete Speicherplatte wird in einem speziellen Lesegerät (Scanner) zeilenweise mit einem fokussierten Laserstrahl (typisch roter Laser, 633 nm) abgetastet. Die gespeicherten Elektronen werden dabei aus ihren Haftstellen angeregt und geben ihre Energie als blaues Lumineszenzlicht (Photostimulierte Lumineszenz, PSL) ab. Dieses Licht wird von Photomultipliern erfasst und in ein digitales Grauwertbild umgewandelt. Anschließend wird die Platte durch intensives Weißlicht vollständig gelöscht und kann erneut verwendet werden.

Vor- und Nachteile der CR

  • Flexibilität: Speicherleuchtstoffplatten sind biegbar und können in beengten Einbausituationen eingesetzt werden – ähnlich wie konventionelle Röntgenfilme.
  • Wiederverwendbarkeit: Eine Platte kann typischerweise mehrere Hundert Mal belichtet und ausgelesen werden.
  • Dynamikbereich: CR bietet einen erheblich größeren Dynamikbereich als Röntgenfilm.
  • Kein direkter Detektor erforderlich: Bestehende Röntgenanlagen ohne Detektorausrüstung können weiterbetrieben werden.
  • Einschränkungen: Im Vergleich zur DR ist der Auslesevorgang zeitaufwändiger; die Ortsauflösung ist durch Lichtstreuung in der Phosphorschicht begrenzt.

Anwendungsbereiche

CR wird vielfach in der Schweißnahtprüfung, Gussinspektion und bei Rohrleitungssystemen eingesetzt, insbesondere dort, wo Flexibilität und der Einsatz vorhandener Röntgenanlagen gefordert sind. Normative Grundlage ist EN ISO 17636-2.

Quellen & weiterführende Literatur
Inhaltsverzeichnis
Relevante Normen
  • EN ISO 17636-2
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