MT

Magnetic Particle Testing

Non-Destructive Testing (NDT)
Magnetic particle testing (MT) detects surface and near-surface discontinuities in ferromagnetic materials using magnetic fields and iron particles.
Applicable Standards

EN ISO 17638, DIN EN 1290

Grundprinzip der Magnetpulverprüfung

Bei der Magnetpulverprüfung (MT — Magnetic Particle Testing) wird das Bauteil magnetisiert. An Rissen und anderen Diskontinuitäten tritt ein Teil des Magnetflusses an die Oberfläche und bildet ein Streufeld. Auf diesem Streufeld lagern sich feine Eisenoxidpartikel (trocken oder in Suspension) ab und machen den Riss sichtbar.

Die Fluoreszenz-MT (MPI mit UV-Licht) erreicht höchste Empfindlichkeit — sie ist Standard in der Luftfahrt und überall dort, wo kleinste Risse sicher erkannt werden müssen.

Was macht ein MT-Werkstoffprüfer?

  • Vorbereitung: Reinigung der Oberfläche, ggf. Aufbringen von Kontrastmittel
  • Magnetisierung: Wahl der Magnetisierungsrichtung(en), Strompegel einstellen
  • Applikation: Prüfmittel (Suspension oder Trockenpulver) aufbringen
  • Auswertung: Befunde unter Weiß- oder UV-Licht erkennen, klassifizieren und dokumentieren
  • Entmagnetisierung: Bauteil wieder entmagnetisieren, Oberfläche reinigen

MT-Prüfer sind in Fertigungsbetrieben, Werkstätten und auf Großbaustellen tätig — das Verfahren ist gut vor Ort anwendbar und erfordert keine aufwendige Infrastruktur.

Einsatzbranchen

  • Automotive: Kurbelwellen, Pleuel, Getriebezahnräder, Fahrwerksteile
  • Energie: Schweißnähte an Druckbehältern und Rohrleitungen
  • Schienenverkehr: Radsätze, Achsen, Schienen
  • Luft- und Raumfahrt: Landeklappen, Fahrwerke (fluoreszierend nach EN 4179)
  • Schwermaschinenbau: Schmiedeteile, Krane, Offshore-Strukturen

Zertifizierung für Werkstoffprüfer

Zertifizierung nach EN ISO 9712 in Stufen 1–3. MT Stufe 2 ist der Standard für eigenständige Prüfaufgaben. Praxiserfahrung: ca. 35–105 Stunden je nach Stufe und Sektor. In der Luftfahrt gelten EN 4179 / NAS 410.

Application Areas

Schweißnahtprüfung an Stahl, Kurbelwellen und Getriebeteile in der Automotive-Industrie, Schienen und Radsätze im Schienenverkehr, Druckbehälter und Behälterböden, Schmiedeteile.

Advantages
  • Sehr empfindlich für oberflächenoffene und oberflächennahe Risse
  • Schnell und kostengünstig — auch für große Flächen
  • Ergebnisse direkt sichtbar ohne aufwendige Auswertung
  • Gut automatisierbar für Serienprüfungen
  • Fluoreszenz-Variante für noch höhere Empfindlichkeit
Disadvantages
  • Nur bei ferromagnetischen Werkstoffen (Stahl, Gusseisen) anwendbar
  • Risse parallel zum Magnetfeld werden nicht angezeigt — Richtungsabhängigkeit
  • Entmagnetisierung nach Prüfung oft erforderlich
  • Bauteil muss magnetisierbar sein — kein Edelstahl, kein Aluminium

Frequently Asked Questions

What is Magnetic Particle Testing?
Magnetic particle testing (MT) detects surface and near-surface discontinuities in ferromagnetic materials using magnetic fields and iron particles.
Which standards apply to Magnetic Particle Testing?
The key standards are: EN ISO 17638, DIN EN 1290.
Who is allowed to perform Magnetic Particle Testing?
In code-relevant applications, personnel certified to EN ISO 9712 in the method (level 1–3) is required. Level 2 performs and assesses; level 3 approves procedures.
What does Magnetic Particle Testing cost?
Costs depend on scope, accessibility and documentation requirements. Certified level-2 personnel typically ranges from €70–120 per hour; laboratory tests are usually priced per specimen. Request free quotes via our quote service.
Where do I find service providers for Magnetic Particle Testing?
Werkstoffprüfer.com lists qualified providers for MT testing by region — including FGZP member companies. A quote request reaches up to five matching providers free of charge.