Norm DIN EN ISO 19232-1
DIN EN ISO 19232-1:2013-12 „Zerstörungsfreie Prüfung – Bildgüte von Durchstrahlungsaufnahmen – Teil 1: Bildgüteprüfkörper (Drahtsteg) – Ermittlung der Bildgütezahl" ist die meistgenutzte IQI-Norm in Europa.
Aufbau des Drahtsteg-IQI
Sieben Drähte aus dem gleichen Material wie der Prüfgegenstand (oder äquivalentem Abschwächungskoeffizienten) in einer Reihe, mit geometrisch abgestuften Durchmessern. Standard-IQI-Typen:
| IQI-Typ | Drahtdurchmesser (mm) | Anwendung |
|---|---|---|
| W1 | 0,032 – 0,250 | Dünnwandige Teile, Feinstrukturen |
| W6 | 0,100 – 0,800 | Mittlere Wanddicken |
| W10 | 0,200 – 1,600 | Dickwandige Bauteile |
| W13 | 0,400 – 3,200 | Sehr dicke Querschnitte |
Bildgütezahl (IQI-Wert)
Die Bildgütezahl entspricht dem dünnsten noch erkennbaren Draht (Nummer 1–19). Je kleiner die Zahl, desto besser die Bildgüte. Formel für Bildgüteempfindlichkeit:
w% = (dIQI / t) × 100, wobei dIQI = Drahtdurchmesser des erkennbaren Drahts, t = Wanddicke
IQI-Platzierung
Quellenseitig auf dem Prüfgegenstand. Bei Rohrdurchstrahlungen gemäß ISO 17636-1 Tabellen zur Mindestanzahl und Positionierung beachten. Bei doppelwandiger Durchstrahlung: auf der filmabgewandten Seite.
Anforderungen aus ISO 17636-1
Bildgüteklasse A: IQI-Wert gemäß Tabelle (z. B. Draht 12 = 0,25 mm bei 20 mm Stahl). Klasse B: eine Stufe besser. Die erreichbare Bildgütezahl aus Anhang A der ISO 17636-1 muss erreicht oder übertroffen werden.