DIN EN ISO 17635: Allgemeine Regeln für ZfP von Schweißverbindungen

DIN EN ISO 17635 legt übergreifende Anforderungen für die Auswahl und Anwendung aller ZfP-Methoden an Schweißverbindungen aus metallischen Werkstoffen fest.

Norm DIN EN ISO 17635

DIN EN ISO 17635:2017-04 „Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen – Allgemeine Regeln für metallische Werkstoffe" ist die übergeordnete Querschnittsnorm für alle ZfP-Verfahren an Schweißverbindungen. Fast alle spezifischen ZfP-Schweißnormen verweisen auf sie.

Aufgabe der Norm

EN ISO 17635 definiert:

  • Welche ZfP-Methode für welchen Nahttyp, Werkstoff und Anwendungsfall geeignet ist
  • Qualifikationsanforderungen an das Prüfpersonal (EN ISO 9712)
  • Grundlegende Anforderungen an Prüfanweisungen und Prüfberichte
  • Verweise auf die verfahrensspezifischen Durchführungsnormen

Methoden-Matrix (Auszug)

NahttypFerromagnetischAustenitisch/NE
Stumpfnaht (Rohr, Blech)UT (17640) oder RT (17636-1/-2)RT oder UT + PT (23277)
KehlnahtMT (17638) oder PTPT (3452-1 / 23277)
T-Stoß, ÜberlappnahtMT (17638)PT

Prüfumfang

Die Norm selbst legt keinen Prüfumfang (%) fest — dieser kommt aus der Produktnorm (z. B. EN 13445, EN 1090) oder der Spezifikation. EN ISO 17635 legt jedoch fest, dass der Prüfumfang vor Prüfbeginn dokumentiert sein muss.

Zusammenhang mit EN ISO 9712

Prüfpersonal muss für das eingesetzte Verfahren und die Produktkategorie (Schweißnaht = SW) nach EN ISO 9712 auf mindestens Stufe 2 zertifiziert sein. Ausnahmen nur bei schriftlich geregelter betriebsinterner Qualifizierung.