DIN EN 15495: Schallemission – Zonenortung an Druckgeräten

DIN EN 15495 regelt die Zonenortung von Schallemissionsquellen bei der Prüfung metallischer Druckgeräte unter Beanspruchung.

Norm DIN EN 15495

DIN EN 15495:2008-02 „Zerstörungsfreie Prüfung – Schallemission – Prüfung von metallischen Druckgeräten während der Beanspruchung – Zonenortung von Schallemissionsquellen" beschreibt ein vereinfachtes Ortungsverfahren für aktive AE-Quellen in Druckbehältern.

Zonenortung vs. Planare Ortung

Bei der Zonenortung wird einem Sensor die AE-Quelle zugeordnet, wenn er das erste Signal empfängt (Gewinner-Prinzip). Dieses Verfahren erfordert keine aufwendige Zeitdifferenzmessung und ist besonders für einfache Geometrien geeignet.

Die planare Ortung (DIN EN 14584) verwendet Laufzeitdifferenzen mehrerer Sensoren für eine genaue zweidimensionale Quellenlokalisation.

Anwendung bei Druckbehältern

Die Prüfung erfolgt typischerweise während einer Druckprüfung (Hydrotest oder Pneumatiktest). Der Behälter wird mit definierter Druckrampe belastet; gleichzeitig werden alle AE-Ereignisse aufgezeichnet.

Bewertungsstufen

  • Klasse A: Keine oder unbedeutende Aktivität — unbedenklich
  • Klasse B: Mittlere Aktivität — weitere Prüfung empfohlen
  • Klasse C: Hohe Aktivität — ergänzende ZfP-Methoden erforderlich
  • Klasse D: Sehr hohe Aktivität — sofortige Maßnahmen

Kombination mit anderen Methoden

Auffällige Zonen werden anschließend mit UT, MT oder PT näher untersucht. DIN EN 15495 dient als Screening-Methode zur effizienten Eingrenzung kritischer Bereiche.