DIN EN 13477-2: Schallemission – Charakterisierung der Prüfausrüstung

DIN EN 13477-2 definiert die messtechnischen Kenngrößen für Schallemissions-Prüfgeräte und legt die Verfahren zu deren Überprüfung fest.

Norm DIN EN 13477-2

DIN EN 13477-2 „Zerstörungsfreie Prüfung – Schallemissionsprüfung – Charakterisierung der Prüfausrüstung – Teil 2: Überprüfung der Betriebskenngrößen" (2013-04) beschreibt, wie Schallemissions-Messsysteme qualifiziert und periodisch überprüft werden.

Kenngrößen und Prüfverfahren

Empfindlichkeit der Sensoren

Die Empfindlichkeit wird durch Vergleichsmessungen mit einer Referenzquelle (Bleistiftminenbruch nach Hsu-Nielsen) auf einer Referenzplatte bestimmt. Grenzwert: maximale Abweichung ±3 dB vom Sollwert.

Vorverstärker

Verstärkung, Frequenzgang und Rauschzahl des Vorverstärkers werden überprüft. Typische Vorverstärkung: 26–40 dB; Rauschen: < 30 dB(AE).

Messsystem-Kette

Die Gesamtkette Sensor–Vorverstärker–Messsystem wird mit definierten Pulsen auf Kanalidentität geprüft. Kanalabweichungen > ±2 dB bei Amplitude oder > ±1 µs bei Ankunftszeit sind zu dokumentieren.

Periodische Überprüfung

Vor jeder Prüfung: Hsu-Nielsen-Test aller Sensoren. Jährlich: vollständige Kalibrierung der Messkette gegen Referenzstandard.

Zusammenhang mit EN 13477-1

Teil 1 (EN 13477-1:2001) beschreibt die Gerätebeschreibung und Nomenklatur; Teil 2 regelt die Überprüfung im laufenden Einsatz.