DIN EN 10228-1/3: ZfP von Schmiedestücken (MT und UT)

DIN EN 10228 beschreibt die ZfP an Schmiedestücken aus Stahl: Teil 1 die Magnetpulverprüfung, Teil 3 die Ultraschallprüfung mit Anforderungen an Echoklass und Prüfempfindlichkeit.

Normenserie DIN EN 10228

Die Reihe DIN EN 10228 „Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken aus Stahl" umfasst vier Teile und ist die maßgebliche Normenfamilie für die Abnahmeprüfung von Schmiedeteilen.

Teil 1: Magnetpulverprüfung (DIN EN 10228-1:2016-10)

Gilt für ferromagnetische Schmiedestücke. Definiert Qualitätsstufen für MT:

  • Stufe 1: Keine flächigen Anzeigen, keine linearen Anzeigen > 2 mm
  • Stufe 2: Restriktiver; für sicherheitsrelevante Teile
  • Stufe 3: Strengste Anforderungen (z. B. Turbinenteile, Kurbelwellen)

Magnetisierung: Jochverfahren oder Durchflutung. Nassverfahren mit Fluoreszenzpulver für hohe Empfindlichkeit erforderlich.

Teil 3: Ultraschallprüfung (DIN EN 10228-3:2016-10)

Gilt für alle Stahl-Schmiedestücke. Definiert Prüfklassen mit steigenden Anforderungen:

KlasseEmpfindlichkeitRastermaß
K1Grundstufe50 × 50 mm
K2+6 dB25 × 25 mm
K3+12 dB15 × 15 mm
K4+18 dB10 × 10 mm

Bewertung: Anzeigengruppierung, maximale Anzeigengröße, Echohöhe im Verhältnis zur DAC-Kurve.

Teile 2 und 4

  • Teil 2: Eindringprüfung von Schmiedestücken
  • Teil 4: Ultraschallprüfung nach Innendruckbehälter-Anforderungen